"Kerzen für das Leben" - war das Motto des Lichtmessgottesdienstes am Samstag den 31.1.2026 in Lieboch. Die Bedeutung des Lichts für uns Menschen und für die gesamte Menschheit brachte Pfarrer Claudiu Budau uns bei seiner Predigt nahe.
Pfarrer Claudiu Budau erinnerte bei seiner Predigt an die ursprüngliche Bedeutung des Festes.
40 Tage nach Weihnachten feiern wir Jesus, der als Licht des Volkes Israel verstanden wird, und das Licht zurückbringt. Der Winter ist mit diesem Datum zur Hälfte vorbei, die Tage werden länger, das Licht setzt sich gegen die langen, finsteren Nächte durch.
Licht zu sein und Licht zu bringen ist ein Auftrag an jede Christin, jeden Christ. Pfarrer Budau bezeichnete die Mitfeiernden als Berufene dafür. Mit der Taufe beginnt diese Berufung jedes einzelnen.
Die Kerzenweihe war ein Anlass, daran zu denken, dass Kerzen Licht für ein ganzes Leben bringen können. Die Firmgruppe von Michi Baier brachte Kerzen zu jedem Anlass mit folgendem Text und den Fürbitten in die Messe ein:
An vielen Stationen unseres Lebens haben wir Kerzen dabei. Um es feierlicher zu machen, um es hell zu machen, um das Licht von Gottes Liebe ganz deutlich sehen zu können:
1. Wir bringen eine Taufkerze. Sie erinnert uns daran, dass Kinder Licht in unser Leben bringen. Für alle Kinder erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
2. Wir bringen eine Osterkerze. Sie erinnert uns daran, dass Jesus nicht im Dunkel des Todes geblieben ist. Für alle, die dunkle Stunden erleben erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
3. Wir bringen Christbaumkerzen. Auf manchen Christbäumen werden sie heute das letzte Mal angezündet. Sie haben uns dabei geholfen, dass wir den Schein von Gottes Liebe mit eigenen Augen sehen können. Für alle die einsam sind erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
4. Wir bringen die Kerzen auf der Geburtstagstorte. Sie helfen uns zu sagen, wie sehr wir uns über die Geburtstagskinder freuen, wenn wir mit ihnen feiern. Für alle mit denen niemand feiert erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
5. Wir bringen eine Hochzeitskerze. Sie brennt aus Freude darüber, wenn zwei Menschen ihr ganzes Leben miteinander verbringen wollen. Für alle, denen die Liebe fehlt erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
6. Wir bringen eine Grabkerze. Sie leuchtet als Zeichen der Hoffnung. Wir glauben, dass das Licht des Lebens mit dem Tod nicht ausgeblasen wird. Für alle die ihr irdisches Leben beendet haben erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
7. Wir bringen eine Altarkerze. Sie zeigt uns jeden Tag neu, dass Gottes Liebe unser Leben strahlend hell machen möchte. Wenn sie wie heute in unserer Mitte steht, dann sagt sie uns, dass Gott ganz nahe bei uns ist.
8. Die Firmlinge bringen ihre selbst gestalteten Kerzen für die Firmung. Für sie und alle Jugendlichen unseres Seelsorgeraums erbitten wir das Licht von Gottes Liebe.
Die glockenhellen Stimmen des Jugendchores, die Lichterprozession mit der wunderschönen Lichtmesskerze von Renate Ressmann und allen Gottesdienstbesuchern mit Kerzen am Ende und die anschließende Agape mit Lichtmesskrapfen machten den Abend zu einem lichtvollen Ereignis. Ein Danke allen Beteiligten.
In Lieboch ist es inzwischen gute Tradition, in der Faschingszeit die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Pfarre als Dankeschön zu einem kleinen Empfang einzuladen. Dieser Empfang fand heuer wegen des kurzen Faschings bereits am 25.1. statt. Gott sei Dank waren der Einladung viele gefolgt und so fand bei guter Stimmung ein reger Austausch statt.
Am ersten Sonntag des Jahres wurde Mag. Johannes Chum im Zuge des Gottesdienstes herzlich in Lieboch begrüßt. Mag. Chum wurde im Vorjahr zum Diakon geweiht und wird sich im Seelsorgeraum Kaiserwald und damit auch in der Pfarre Lieboch einbringen. Er ist ausgebildeter Sänger, was die Pfarrgemeinde gleich bei seinem ersten Erscheinen genießen durfte. Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine Arbeit als Diakon und freuen uns auf weitere gemeinsame Gottesdienste.
Die Messe wurde musikalisch erfrischend gestaltet vom Jugendchor.
Liturgische Dienste aus dem gesamten Seelsorgeraum brachten sich ein.
"Ein Weihrauchkorn für ein Danke im alten Jahr oder eine Bitte für das neue Jahr" als Zeichenhandlung, mit wunderbaren Texten von Tina Schörgi umrahmt.
Sehr viele MessbesucherInnen aus allen Pfarren des Seelsorgeraums!
Das fürbittende Gebet und die Organisation der anschließenden Fackelwanderung zum Friedhof durch die Frauenbewegung der Gemeinde bildeten einen wunderschönen, hellen und positiven Abschluss des (Kirchen) Jahres.
In diesem Sinne wünschen wir allen BesucherInnen der Homepage ein gesegnetes, glückliches, gesundes, erfolgreiches neues Jahr 2026!
Ines Kvar und Wolfgang Garber feierten eine stimmige Wort-Gottes-Feier.
Der Kirchenchor, begleitet von Flöte, Geigen und Orgel sorgte für weihnachtliche Stimmung.
Von einer Kleingruppe ( Ehepaar Reisl / Ehepaar Kager) wird ein sehr altes "Wiegenlied" musikalisch wunderbar interpretiert, einfühlsam begleitet von den MusikerInnen.
Anstelle der Homilie erschloss uns Erich Renhart einleitend den Text und betrachtet die Hintergründe von verschiedenen, nicht nur theologischen Blickwinkeln.
Es war höchster musikalischer Genuss ... und eine sehr interessante, lehrreiche und spannende Predigt!